UNSERE UMGEBUNG

Die bezaubernd schöne Landschaft des Salento mit ihrer Vielfalt an faszinierenden Kulissen hat seit jeher die Liebhaber eindrucksvoller Naturszenarien in ihren unwiderstehlichen Bann gelockt.

Hier fängt sie die Blicke mit den atemberaubenden Panoramen rauher, zerklüfteter Steilküsten, hält sie fest in abertausenden Höhlen und Schluchten (Ostküste, Adriatisches Meer), dort verführt sie sanft mit weichen sandigen Stränden.

Die Ursprünge Leucas gründen in uralter Zeit; in den Felshöhlen um die Stadt hat man zahlreiche Gravierungen entdeckt, die Messapier, Griechen und Latiner einst in den Wänden verewigten.

Eine Legende fordert die Gläubigen auf, mindestens einmal im Leben zur Wallfahrtskirche “De Finibus Terre(= am Ende der Welt; das Heiligtum steht am äußersten Zipfel des Festlands) zu pilgern. Sie sollten – wenn auch aus anderen Motiven – dieser Empfehlung folgen, an einen seit langen Jahrtausenden heiligen Ort. Seit Menschengedenken und zu allen Zeiten des Jahres ist er das Ziel zahlloser Pilger.

Die Griechen errichteten hier einen Tempel, der Göttin der Weisheit, Minerva, geweiht. Auf seinen Ruinen baute man 1720 eine Kirche, die 1990 den Rang einer “Basilica pontificiale” (ein vom Papst verliehener Ehrentitel) erhielt. Man kann nicht umhin, man spürt die Magie dieser Stätte. Den Namen “Santa Maria di Leuca” gab man ihr zu Ehren der “Madonna di Leuca ‚De Finibus Terrae’”. An ihrem Festtag ehren sie die Gläubigen mit einer eindrucksvollen Prozession auf dem Meer. (Ein in Küstenorten häufig geübter, sehr typischer Brauch.)

Das Bild des Kaps beherrscht – schon von weitem – der gigantische Leuchtturm nebender Basilika (mit seinen 48 Metern Höhe ist er der zweithöchste Italiens – nach dem Wahrzeichen der Stadt Genua). Bereits seit 1866 weist er den Schiffen den Weg um die Landspitze.

Entlang der reizvollen Strandpromenade suchen prächtige Villen aus der zweiten Hälfte des 19.

Jahrhunderts die Blicke von ihm abzulenken. Sie sollten einst den Adelsfamilien des Ortes unvergängliches Ansehen verleihen; vom Rausch eines prunkliebenden Modekults ergriffen, den der Erfindungsgeist versierter Ingenieure und Architekten geschickt zu inszenieren verstand, trachteten sie sich mit ihren Bauten zu übertrumpfen.

Im Binnenland des Kaps von Leuca öffnen sich wundervolle ländliche Panoramen. Der Blick verliert sich in ausgedehnten Olivenhainen, bleibt dabei wieder und wieder hängen an den typischen pajare – den trockengemauerten Steinhäuschen der Bauern – , und folgt dem endlosen steinernen Muster der charakteristischen “muretti a secco” (=Trockenmauern).

Die kleinen Städte setzen beachtliche kulturelle und architektonische Akzente, spiegeln mit großartigen Bauten und Kunstwerken die Epochen von der Romanik bis zum Barock und beeindrucken mit der Urtümlichkeit ihrer Trachten und Bräuche. (Sie sind berühmt für ihr Kunsthandwerk – so sind zum Beispiel die Arbeiten ihrer Kunstschmiede weithin begehrt – und ihre kulinarischen Spezialitäten).

Besonders sehenswert sind die Kunstschätze und historischen Vermächtnisse von Otranto, Gallipoli und, natürlich, Lecce.